Induratio Penis Plastica: Vorgeschichte

Geschichte der Induratio Penis Plastica


Die Erkrankung Induratio Penis Plastica (IPP), die in aller Regel eine Verkrümmung des Penis hervorruft, ist in der Medizin schon lange bekannt. Bereits 1561 finden sich Hinweise zur Induratio Penis Plastica in der Fachliteratur. Die Ärzte Fallopius und Vesalius waren eine der Pioniere, die über die Penisverkrümmung-Erkrankung berichteten. Ausführlich beschrieben wurde die Penisverkrümmung jedoch erst im Jahr 1743 vom französischen Arzt Francois de la Peyronie, Chirurg am Hof von König Louis dem XV. Im englischsprachigen Raum wird die Erkrankung daher auch „Peyronies-Desease“, im deutschsprachigen Raum „Peyronie-Krankheit“ genannt.

Die Ähnlichkeiten in den Gewebsveränderungen der Induratio penis plastica und der Dupuytren-Kontraktur der Hand wurde später von Sir James Paget bemerkt.

Die erste chirurgische Operation zur Behandlung der Induratio Penis Plastica (IPP) wurde 1882 durchgeführt. 1943 wurde erstmalig der Induratio Penis Plastica- bzw. IPP-Plaque von O.S. Lowsley in Gänze entfernt und neues Gewebe eingesetzt. 1965 führte R. M. Nesbit seine einfachere Raff-Technik ein, die den Penis zwar begradigt, leider jedoch auch bisweilen deutlich verkürzt.

Häufigkeit der Induratio Penis Plastica Erkrankung


Die Induratio Penis Plastica ist eine gutartige Erkrankung, die meist Männer im mittleren Alter betrifft (40-60 Jahre). Sie kann aber auch bereits in jungen Jahren auftreten.

Ca. 5% aller Männer sind von einer Induratio Penis Plastica / erworbenen Penisverkrümmung betroffen.